22.08.2017, von Maximilian Radke

Einsatzreiches Wochenende für das Technische Hilfswerk

Das Wochenende um den 18. und 19. August war für die ehrenamtlichen Helfenden des Technischen Hilfswerk (THW) Einbeck besonders Einsatzintensiv. Binnen 24 Std. kam es zu 8, teils schwierigen Einsätzen für die Katastrophenschützer.

Einsatzstelle am Leinesperrwerk

Von einer Personensuche in Salzderhelden, am Leinesperrwerk bis zu einem eingestürzten Keller, gab es viele Situationen die es zu meistern galt. Alle diese unterschiedlichen Szenarien hatten sich Kai Scheffler, Ortsbeauftragter für das THW in Einbeck und Maximilian Radke, Fachberater THW, für die erstmalig durchgeführte 24. Stunden Übung des THW Einbeck ausgedacht und ausgearbeitet. Bereits am Freitag gegen 16 Uhr erfolgte die Alarmierung, durch die Einsatzleitstelle Northeim, dass es sich auf einen längeren Einsatz einzustellen galt und sich um 18:30 Uhr in der Unterkunft, am Tiedexer Tor getroffen werden soll um dann im Marschverband in das Einsatzgebiet zu verlegen.

Nachdem der Marschverband, oder auch Kolonne genannt, im fiktiven Einsatzgebiet eingetroffen war, galt es das Nachtlager einzurichten. Dieses musste aber nach kurzer Zeit abgebrochen werden, da es eine Anforderung von der Polizei Einbeck nach Salzderhelden gab. Dort war durch Unachtsamkeit eine Person in die Leine gefallen und wurde vermisst. Die THW Helfer mussten nun das Leinesperrwerk großflächig ausleuchten und danach eine Suchaktion starten, bei dem die Person nach kurzer Suche auch gefunden werden konnte.

Am Samstagmorgen begann der Übungstag mit zwei umgestürzten Bäumen auf dem Waldweg von der Hube zum Einbecker Fernsehturm. Diese wurden mit der Hilfe von Motorsägen und der Seilwinde des Gerätekraftwagen I zur Seite geräumt, sodass der Weg wieder befahr- und begehbar war. Zeitgleich musste eine Gruppe nach Greene aufbrechen, um dort zwei Gelände für einen Bereitstellungsraum zu erkunden. Gemeinsam mit der Feuerwehr Greene, konnte auch diese Aufgabe gelöst werden und fiktiv ein Bereitstellungsraum für 250 Personen in der dortigen Schule eingerichtet werden.

Während die einen Einsatzkräfte derzeit einen Keller in der Einbecker Innenstadt leerpumpen mussten, hatten andere mit einem fiktiven Stromausfall zu kämpfen. Durch einen Defekt in einer Trafostation, war im Straßenzug Tiedexer Tor, Tiedexer Straße der Stromausgefallen, sodass die THW Kräfte ihre eigene Unterkunft mit Notstrom versorgen mussten.

Als nächste Aufgabe galt es einen eingestürzten Keller, in der Schlachthofstraße in Einbeck nach zwei vermissten Personen abzusuchen. Diese mussten unter Trümmern befreit werden und konnten danach an den Rettungsdienst zur weiteren Versorgung übergeben werden.

Nachdem nach diesem schwierigen Einsatz, die Fahrzeuge und Geräte wieder Einsatzbereit gemeldet waren, gab es auch schon die nächste Anforderung, durch die Einsatzleitstelle Northeim. Diese Meldete einen Verkehrsunfall mit einem PKW, auf dem Odagser Stadtweg hinter der Bundesstraße 3. Dort war ein PKW mit überhöhter Geschwindigkeit unterwegs und kam von der Straße ab, wo er auf der Seite im Graben zum Liegen kam.

Diese für THW Helfer eigentlich untypische Einsatzlage forderte nochmal das volle Können der Ehrenamtlichen Helfer. Nachdem das Fahrzeug gegen umstürzen gesichert war, konnte der Fahrer mit Hydraulischem Rettungsgerät und einem Spineboard aus seinem Fahrzeug gerettet werden.

Mit dieser letzten Einsatzlage und dem anschließenden wieder Einsatzbereitmachen der Fahrzeuge endete die erste 24 Stunden Übung des THW Einbeck mit einem großen Erfolg und erschöpften, aber glücklichen Helfern. Die alle ihn gestellten Aufgaben erfolgreich meistern konnten. 


  • Einsatzstelle am Leinesperrwerk

  • Abstimmung der Führungskräfte

  • Auspumpen eines Kellers

  • Absuchen eines Kellergebäudes

  • Einsatz von Atemschutz im Keller

  • Rettung aus einem Verunglückten PKW

  • Absicherung des PKW, via Steckleiter

  • Erkundung eines Bereitstellungsraumes

  • Einholen von Bildern

  • Stromversorgung der Unterkunft

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