12.12.2022, von M.Radke

Explosionen, Feuer und Rauch, Großalarm in Goslar

Mehrere Personen waren nach einer Explosion bei Abrissarbeiten in einer Wohnsiedlung vermisst. Gebäude waren nicht mehr zugänglich und der einzige Weg war oft mitten durch die Wand oder Decke. Zuwegungen zu den Gebäuden waren versperrt und mussten erst mit schweren Baumaschinen oder Seilwinden freigeräumt werden. Ein Szenario was wie geschaffen für die Bergungsexperten des Technischen Hilfswerk war und THW Einsatzkräfte aus ganz Südniedersachsen, ua aus Holzminden, Hann. Münden, Einbeck, Northeim und Göttingen nach Goslar rief.

Heftige Explosionen erschüttern immer wieder die Einsatzstelle

In zwei Einsatzabschnitten waren rund 100 THW Kräfte beschäftigt unter Atemschutz in die Gebäude einzudringen und vermisste Menschen zu retten, dabei war der direkte Weg oft versperrt und es musste erst mit Hilfe eines Aufbrechhammer ein Weg durch die Wand geschaffen werden. Um dann die vermissten Personen retten zu können und an den Rettungsdienst zu übergeben.

Immer wieder erschütterten schwere Explosionen das Gebäude, sodass die Einsatzkräfte darauf reagieren und ihre Einsatztaktik anpassen oder ihre Einsatzkräfte sogar ganz aus der Einsatzstelle nehmen mussten.

Da die gesamte Einsatzstelle sehr weitläufig und vom Boden unübersichtlich einzusehen war, war ebenfalls der Trupp Unbemannte Luftfahrzeuge aus Holzminden mit seiner neuen Drohne im Einsatz und übermittelte Live Bilder in die THW Führungsstellen, sodass man stehts alles und jedem im Blick hatte.

Genaustens im Blick war auch die Statik der Gebäude, denn ein Baufachberater und das Einsatzstellensicherungssystem waren vor Ort und beurteilten und überwachten die Standsicherheit der Gebäude, hier gab es auch Bewegungen im Gebäude, sodass die Einsatzstelle unverzüglich geräumt werden musste. 

Im zweiten Einsatzabschnitt waren THW Kräfte, die zunächst in einem eingerichteten Bereitstellungsraum im Ortsverband Goslar eingetroffen waren,  damit beschäftigt den Weg zu dem Gebäude für eine Drehleiter zu freiräumen. Dazu mussten mehrere große Bäume und Trümmer beiseite geschafft werden und sogar erst gefällt werden.

„Das macht richtig Eindruck was das THW hier abliefert“ so Kommentierte ein Gast die THW Übung die er von außen beobachtete.

Weiterer Schwerpunkte waren das Abstützen von Teilen des Gebäudeinneren, hierzu bauten THW Kräfte aus Göttingen zunächst mit Hilfe eines Gerüst eine Hilfsplattform auf um in die Gebäude zu gelangen um dann das Gebäude vom Inneren heraus abzustützen.

Etwas abseits der Einsatzstelle waren THW Einsatzkräfte der Fachgruppe Notversorgung und Notinstandsetzung gefordert. Sie richteten ein Wärmezelt, was bei Temperaturen um die -3 Grad mehr als Willkommen war und eine Verpflegungstelle für die Einsatzkräfte ein.


  • Heftige Explosionen erschüttern immer wieder die Einsatzstelle

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